Energiekonzern: Eon im Bilanzcheck: Diese Baustellen hat der neue CEO von Vorgänger Teyssen übernommen
An der Börse kann der Energiekonzern mit dem Konkurrenten RWE nicht mithalten.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Wenn der neue Eon-CEO Leonhard Birnbaum sich in der kommenden Woche erstmals bei der Hauptversammlung präsentiert, wird der langjährige Vorstand auf viel Wohlwollen stoßen – aber auch auf gehörigen Frust. Der Aktienkurs, die wichtigste Währung der Anteilseigner, ist seit Jahren ein großes Ärgernis. Während die Aktie von Konkurrent RWE in den vergangenen drei Jahren um 60 Prozent nach oben kletterte, waren es bei Eon gerade einmal zehn Prozent.
Eons langjähriger Chef Johannes Teyssen, der den Energiekonzern fast elf Jahre geführt, saniert und gleich mehrfach umgebaut hat, räumte kurz vor seinem Abschied Ende März ein: „Wir müssen unsere Strategie den Kapitalmärkten sicher noch besser vermitteln.“ Der Aktienkurs sei „sicherlich“ eine Baustelle, die er seinem Nachfolger hinterlasse.
Aber auch nicht die einzige. Teyssen hat Birnbaum eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt. Der 61-Jährige hat Eon zwar auf die Sparten Vertrieb und Netz ausgerichtet und nach der Übernahme von Innogy zu einem der größten Versorger Europas gemacht. Birnbaum muss jetzt aber die Integration vollenden – und neue Wachstumschancen finden.