Zahlungsverkehr: EZB-Konzept fast fertig: So könnte der digitale Euro aussehen
Rund um den Globus prüfen derzeit Währungshüter die Einführung digitaler Zentralbankwährungen, um den Zahlungsverkehr zu modernisieren.
Foto: Bildagentur-online/OhdeFrankfurt. Noch ist nichts offiziell beschlossen, aber es zeichnet sich ab, wie der künftige digitale Euro aussehen wird. Das Thema liegt Christine Lagarde, der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), am Herzen, und im Juli soll das Projekt nach einer Prüfungsphase offiziell vom EZB-Rat angeschoben werden.
Zusammengefasst zeichnet sich nach Informationen des Handelsblatts folgendes Bild ab: Der elektronische Euro wird den Bürgern in überschaubarem Rahmen als zusätzliches Bargeld zur Verfügung gestellt. Er stellt keine Revolution des Finanzsystems dar, damit vermeidet er aber auch die Risiken, die mit solch einer Revolution verbunden wären.
Die Eckpunkte lauten: Die Währung wird „Digital Euro“ heißen, dafür will die EZB sich auch die Markenrechte sichern, wie es in Notenbankkreisen heißt. Die digitale Zentralbankwährung wird wahrscheinlich nicht auf der Blockchain basieren, also der Technik, die mit der Kryptowährung Bitcoin ins Leben gerufen wurde. Sondern es wird voraussichtlich konventionelle Konten unter Kontrolle der EZB geben, der Zahlungsverkehr setzt dann auch auf den bestehenden Systemen auf.