Nikkei, Topix und Co.: Investoren in Asien streichen Gewinne ein
Die Anlegerin Asien lassen sich von den Aussagen der US-Notenbank verunsichern.
Foto: dpaFrankfurt/Tokio. Wegen einer möglichen Verlängerung der Pandemie-Beschränkungen in Japan gehen die dortigen Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Der Nikkei-Index fiel am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 28.506 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,5 Prozent. Die Börse Shanghai hielt sich dagegen 0,2 Prozent im Plus bei 3600 Zählern.
Anleger reagierten erleichtert auf zuletzt eher schwache chinesische Konjunkturdaten, sagten Börsianer. Damit sinke die Wahrscheinlichkeit, dass die chinesische Zentralbank die Zügel in der Geldpolitik bald anziehe.
In Japan beurteilten ausländische Investoren die Fortschritte bei den Massenimpfungen skeptisch, sagte Anlagestratege Takatoshi Itoshima vom Vermögensverwalter Pictet. Die wirtschaftlichen Aussichten seien durch die anhaltende Coronakrise unsicher.
Wenige Wochen vor der geplanten Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio kämpft das Land mit einer vierten Infektionswelle. Die Hauptstadt Tokio will den Notstand, der eigentlich Ende Mai auslaufen sollte, um etwa einen Monat verlängern.
Unterdessen setzten in Seoul die Aktien von LG Chem ihre Talfahrt fort. Sie fielen um drei Prozent, nachdem sie am Mittwoch um knapp sieben Prozent eingebrochen waren. Der Rückruf von Stromspeicher-Batterien durch eine Tochter des Chemiekonzerns kostet voraussichtlich umgerechnet 293 Millionen Euro.