Wohnungsmarkt: Zwischen Mietendeckel und Enteignung: Das macht Europa anders als Deutschland
In Deutschland war bereits 2015 bundesweit die sogenannte Mietpreisbremse in Kraft getreten und später noch verschärft worden.
Foto: dpaBerlin, Düsseldorf, Stockholm, Madrid, Paris, Wien, Rom. Kommt nach der Bundestagswahl ein bundesweiter Mietendeckel? Zwar hat das Bundesverfassungsgericht den Berliner Mietendeckel kassiert – für Ruhe auf dem ohnehin stark regulierten Wohnungsmarkt in Deutschland hat diese Entscheidung allerdings nicht gesorgt.
Experten erwarten, dass die Debatte um Wohnungsnot und steigende Mieten in Metropolen und Ballungsräumen im Bundestagswahlkampf eine zentrale Rolle spielen wird. Grüne, SPD und Linke planen tendenziell eine Verschärfung der Mietenregulierung, Union und FDP halten dagegen.
In Deutschland war 2015 bundesweit die sogenannte Mietpreisbremse in Kraft getreten und später noch verschärft worden. Die Bundesländer können in Städten und Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt die Miethöhe bei neu abgeschlossenen Verträgen auf ein maximal zehn Prozent höheres Niveau als die ortsübliche Vergleichsmiete begrenzen.
Zuletzt wurden erneut Forderungen laut, die Mietpreisbremse weiter zu verschärfen und Mieterhöhungsmöglichkeiten bei bestehenden Verträgen zu deckeln.
Und nicht nur Deutschland hat das Problem. Ein Blick in sechs Nachbarstaaten zeigt, wie Frankreich, Spanien und Co. versuchen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.