Nachhaltiges Investment: Vor allem Privatanleger treiben den Trend zu nachhaltigen Geldanlagen an
Mehr und mehr Geld fließt in nachhaltige Geschäftsmodelle.
Foto: Cultura/Getty ImagesBerlin. Immer mehr Menschen in Deutschland sind daran interessiert, ihr Geld in Unternehmen anzulegen, die umwelt- und sozialverträglich arbeiten. Der Gesamtmarkt Nachhaltige Geldanlagen wuchs im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 335 Milliarden Euro und markierte damit eine Rekordhöhe.
Das ist ein zentrales Ergebnis des Jahresberichts des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Die Summe berücksichtigt auch Kundeneinlagen von 15 Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus (43 Milliarden Euro) und Eigenanlagen, die von Banken unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien verwaltet werden (45 Milliarden Euro). Im vergangenen Jahr lag der Zuwachs bei 23 Prozent.
„Nachhaltige Geldanlagen sind im Mainstream angekommen und haben in Deutschland eine breite Basis“, sagte der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber bei der Vorstellung des Jahresberichts. Das FNG versteht sich als Stimme und Netzwerk des Teils der Finanzbranche, der sich mehr Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat.
Treibende Kraft dieser Entwicklung sind private Anleger. Sie investierten knapp 40 Milliarden Euro in nachhaltige Fonds und Mandate, was einem Zuwachs von 117 Prozent entspricht. Unter Mandate versteht FNG beispielsweise maßgeschneiderte Investmentfonds für High-Net-Worth Individuals, also für sehr wohlhabende Menschen.