Ralph Suikat im Interview: Warum dieser Millionär Sarah Wagenknecht unterstützt
Suikat hat den Appell „taxmenow“ ins Leben gerufen. 40 Millionäre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich der Initiative angeschlossen und plädieren für höhere Steuern für Vermögende.
Foto: Fairantwortung gAGBerlin. Als Sara Wagenknecht am Montagmorgen die Gründung ihrer neuen Partei bekanntgibt, ergreift Ralph Suikat als zweites nach ihr das Wort. Suikat ist IT-Unternehmer - und unterstützt nun die Parteigründung Wagenknechts.
Ralph Suikat gründete und führte über 20 Jahre das Softwareunternehmen STP. 2016 verkaufte er es, und seitdem ist sein Konto ordentlich gefüllt. Suikat ist Millionär und findet als solcher zahle er viel zu wenig Steuern.
Vor der Bundestagswahl 2021 hat Suikat daher den Appell „taxmenow“ ins Leben gerufen. 40 Millionäre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich der Initiative angeschlossen und plädieren für höhere Steuern für Vermögende.
Doch passiert ist laut Suikat seitdem nichts. Die Ampel zeige nicht genügend Ambitionen in der Steuerpolitik, um die Umverteilung von unten nach oben zu beenden, sagte er am Montag. Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt Suikat, warum er für höhere Steuern für Vermögende plädiert.
Lesen Sie hier das komplette Interview:
Herr Suikat, viele Gutverdiener schimpfen über hohe Steuern. Sie dagegen flehen die Politik an, Vermögende wie Sie höher zu besteuern. Warum?
Dafür gibt es einen einfachen Grund: Wir haben in Deutschland eine krasse Ungleichverteilung von Vermögen. Und das ist nicht nur schlecht für den ärmeren Teil der Bevölkerung, sondern für das ganze Land. Das reichste ein Prozent der Bevölkerung besitzt zwischenzeitlich 35 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung zusammen gerade einmal ein halbes Prozent des Gesamtvermögens – finden Sie das gerecht?