Bilanzcheck zum Champions-League-Start: FC Barcelona: Sieben Gründe für die desolate Finanzlage des Fußballklubs
Unter Tränen erklärte der Fußballstar Anfang August seinen Weggang wegen der finanziellen Probleme des Klubs.
Foto: dpaMadrid, Düsseldorf. Zum Start der Champions League am Dienstagabend treffen zwei Welten aufeinander: FC Barcelona gegen den FC Bayern. Das ist nicht nur ein sportlicher Zweikampf, sondern auch ein Duell der Finanzmodelle. Die mit soliden Finanzen ausgestatteten Bayern spielen gegen einen finanziell stark angeschlagenen katalanischen Klub, der ums Überleben kämpft. Schwarze Zahlen gegen rote Zahlen.
Der neue Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, sieht den Klub in einer „finanziell dramatischen Lage“. Wie konnte es so weit kommen? Das Handelsblatt hat die Bilanz der Katalanen analysieren lassen und mit sieben weiteren Champions-League-Klubs verglichen. Es zeigt sich, wo die Probleme des weltberühmten FC Barcelona liegen – und warum sportlicher Erfolg noch lange kein Garant für finanzielle Blüte ist.
„Sportlicher Erfolg birgt häufig die Gefahr einer erheblichen finanziellen Belastung, weil die Spieler etwa nach dem Gewinn der Champions League hohe Gehaltszulagen und Boni fordern“, sagt Ludwig Hierl, Professor für Externes Rechnungswesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn. Er hat für das Handelsblatt die Finanzlage der Katalanen und ihrer großen Konkurrenten untersucht.