Rohstoffe: Rendite mit Öl und Gas: Wie Anleger von der Energiekrise profitieren können
Die großen Ölkonzerne verdienen glänzend – und locken mit hohen Dividenden.
Foto: ReutersZürich. Für Verbraucher werden die steigenden Energiepreise zunehmend zur Belastung – doch für die Öl- und Gasproduzenten ist das derzeitige Marktumfeld ein Segen. Nach dem Krisenjahr 2020, als die Corona-Pandemie und der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland den US-Ölpreis sogar für kurze Zeit unter null drückten, verdient die Branche wieder glänzend.
Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat sich europäisches Brent-Öl um rund 100 Prozent verteuert. Noch rasanter hat sich Erdgas verteuert: Der Preis stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 500 Prozent.
Die Mehrheit der Analysten ist sich einig: Der Preisanstieg kann unmöglich so rasant weitergehen. Inzwischen sind die Energiepreise weit oben auf der politischen Agenda. Die USA erhöhen ihren Druck auf das Ölkartell Opec, zudem könnte das Land die strategische Ölreserve anzapfen, um den Preisanstieg zu bremsen.
Dennoch geht etwa Giovanni Staunovo von der Schweizer Großbank UBS davon aus, dass die Ölpreise noch zwölf Monate um die Marke von 80 Dollar pro Barrel (159 Liter) pendeln. Die Rohstoff-Analysten der Bank of America erwarten, dass der Ölpreis Mitte 2022 auf bis zu 100 Dollar pro Fass steigt. Ein kalter Winter könnte die Preise jedoch schneller in Richtung dieser Marke treiben, warnen sie.