Kunstberatung: „Art Intelligence Global“: Ein neues Kunstunternehmen für den asiatischen Top-Markt
Amy Cappellazzo (li.) und Yuki Terase zielen mit ihrer neuen Kunstberatung auf den asiatischen Markt.
Foto: Art Intelligence Global (AIG)New York. Die jüngsten Auktionsrunden in Hongkong und London bestätigten den seit etwa fünf Jahren wachsenden Enthusiasmus asiatischer Sammler für Kunst des Westens. Glaubt man dem Report „The Art Market 2021“, herausgegeben von Art Basel und UBS, sind die USA immer noch größter Kunstmarkt, aber China hat mit Großbritannien gleichgezogen.
Da ist es nur konsequent, wenn sich ab kommendem November das neue Beratungsunternehmen „Art Intelligence Global“ (AIG) der Marktmacherinnen Amy Cappellazzo und Yuki Terase dem Ausbau der west-östlichen Achse widmen wird, um das Marktpotenzial Asiens voll auszuschöpfen.
Der Topmarkt in den USA sei weitgehend saturiert, Sammler füllten nur noch Lücken, so die Einschätzung der Marktveteranin Cappellazzo. Sie leitete bis Juli 2021 Sotheby’s Global Fine Arts Division. Auch Terase legte seit 2011, zuletzt als Head of Contemporary Art Asia, eine steile Karriere bei Sotheby’s vor.
Im Mai 2017 war die Japanerin in einer Abendauktion in New York schlagartig ins Rampenlicht getreten, als sie überraschend ein Gemälde von Jean Michel Basquiat zu unerhörten 110,5 Millionen Dollar an ihren Telefonkunden, den jungen japanischen Unternehmer Yusaku Maezawa, vermittelte.
„Wir haben kollektive Erfahrung, Expertise und Beziehungen, um Erfolgsstrategien für die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden zu schneidern“, so Cappellazzo. Die können Sammler, Investoren, Künstler, Museen oder Händler sein.
Art Intelligence Globals Niederlassung in Hongkong hat auch Räume für Ausstellungen und Projekte. Unter der Leitung des dritten Partners, Adam Chinn, ehemals Sotheby’s Chief Operating Officer, bietet die New Yorker Filiale auch das wachsende Segment der Kunstfinanzierung an.
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