Deep Spin: Innovationsförderung für mobiles MRT
Pedro Freire Silva und Clemens Tepel wollen mit einem mobilen MRT am Markt starten.
Foto: UnternehmenDüsseldorf. Hardware is harder without data – das ist das Motto von Clemens Tepel und seinem Team. Im vergangenen Jahr hat er mit dem Ingenieur Pedro Freire Silva Deep Spin gegründet, um die Magnetresonanztomografie (MRT) mobiler zu machen. Damit können Veränderungen wie Entzündungen oder Tumore im Körper aufgespürt werden. Zuvor hat Tepel Medizintechnikhersteller bei der Unternehmensberatung McKinsey begleitet. „Nur wenige Start-ups, die physische Medizinprodukte bauen, schaffen es ins Investment Committee“, berichtet er.
Tepel ist sich trotzdem sicher, dass sein mobiles MRT auch künftig Investoren überzeugen wird, weil es durch eine Künstliche Intelligenz (KI) Kosten einspart. Jüngst konnte das Start-up 3,5 Millionen Euro Innovationsförderung einsammeln und kommt zusammen mit Wagniskapital auf rund acht Millionen Euro Investment. Große Hoffnungen wecken auch Signale am US-Markt: Der Wettbewerber Hyperfine kauft Technologieunternehmen auf, um an der Börse zu starten.
Entstanden ist das mobile MRT aus einer wissenschaftlichen Arbeit des Gründers Freire Silva. Um Investoren schon in der Entwicklungsphase zu gewinnen, haben die Ingenieure einen digitalen Zwilling gebaut. Die Simulation zeigt, wie das mobile MRT mal funktionieren könnte. Aktuell entwickelt das Team noch den Prototypen. Insgesamt beschäftigt Deep Spin 23 Mitarbeiter.