Ärger am Arbeitsplatz: Wann es sich lohnt, einen Konflikt auf der Arbeit auszutragen – und wann nicht
Draufhauen ist kein guter Rat für ein intaktes Arbeitsklima.
Foto: HandelsblattKöln. Eine eisige Begrüßung im Flur, schnippische Antworten im Meeting: Schwelende Konflikte im Team oder zwischen Kollegen belasten den Arbeitsalltag. Die ersten Anzeichen für einen sich anbahnenden Streit sind subtil – wie ein unangenehmes Gefühl, wenn ein Kollege den Raum betritt oder sein Name auf dem Display des Telefons erscheint.
Viele Menschen sind unsicher, wie sie sich in solchen angespannten Situationen verhalten sollen. Zwei Karrierecoaches zeigen Wege zur Bewältigung von Konflikten.
Weg 1: Schweigen
In manchen Fällen lohnt es sich, einen Streit zu vermeiden und einfach zu schweigen. Das gilt vor allem für impulsive Aussagen, die man später bereuen würde.
„Wenn ich meinen Chef am liebsten als Volltrottel bezeichnen würde, dann ist das Schweigen besser“, sagt die Mediatorin Stefanie Huber. Sie rät zudem, in Situationen still zu bleiben, in denen man nur das eigene Ego im Blick hat. „Konflikte soll man umgehen, wenn man nicht bereit ist, dem Gegenüber zuzuhören, nur das eigene Ziel durchsetzen möchte oder recht haben will.“ Denn: Streitigkeiten lassen sich nur schwer lösen, wenn man nicht bereit ist, auf den anderen einzugehen.