Karriere: Frust am Arbeitsplatz: Fünf Anzeichen für ein vergiftetes Betriebsklima
59 Prozent der Mitarbeiter ist das Betriebsklima wichtiger als das Gehalt. Das ergab eine Umfrage der Jobplattform Indeed und des Marktforschungsinstituts YouGov.
Foto: obsDüsseldorf. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist entscheidend. Egal, ob die Teams vor Ort im Büro oder wie in Zeiten von Corona virtuell zusammenarbeiten. Kippt die Stimmung im Kollegenkreis, droht die Gefahr, dass wertvolle Mitarbeiter kündigen.
Das zeigt auch der Report „The Meaning of Work 2020“ der Jobplattform Indeed und des Marktforschungsinstituts YouGov: Von rund 2042 Beschäftigten in Deutschland gaben 59 Prozent der Befragten an, dass ihnen das Betriebsklima wichtiger sei als das Gehalt (54 Prozent).
Gründe für Frust in der Firma gibt es viele: Umstrukturierungen und Entlassungen, Arbeitsüberlastung, fehlende Wertschätzung, Kränkung oder Streit können Auslöser sein.
„Auf die Stimmung im Betrieb zu achten würde ich zu den Top drei der Führungsaufgaben zählen“, sagt Karrierecoach Henryk Lüderitz aus Düsseldorf. Doch das Arbeitsklima einzuschätzen kann für Chefs mitunter schwierig sein. Dabei gibt es einige Anzeichen, die auf schlechte Laune am Arbeitsplatz hindeuten.
Anzeichen eins: Abnehmende Arbeitsleistung
Eine schlechte Arbeitsleistung im Team oder bei einzelnen Mitarbeitern kann unterschiedliche Gründe haben, sei es Ablenkung oder unklare Arbeitsaufträge. Doch Lüderitz sieht auch einen klaren Zusammenhang zwischen Arbeitsklima und Leistung. „Wer morgens aufsteht und schon mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit geht, kann nicht besonders produktiv arbeiten“, konstatiert der Experte. Lässt also das Resultat eines Mitarbeitenden plötzlich zu wünschen übrig, sollte ein Vorgesetzter hellhörig werden.