Wall Street: US-Börsen schließen uneinheitlich – Powell-Nominierung sorgt für Erleichterung
Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe.
Foto: ReutersFrankfurt. Die US-Börsen haben zum Wochenauftakt uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher auf 35.619 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 1,3 Prozent auf 15.854 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,3 Prozent auf 4682 Punkte ein.
Im frühen Handel erhielten die US-Börsen positive Impulse aus China, wo die Zentralbank geldpolitische Lockerungsmaßnahmen signalisiert hatte, um die Erholung der heimischen Wirtschaft zu stützen.
Die Aussicht auf Kontinuität an der Spitze der US-Notenbank hatte zunächst die Rekordlust der US-Anleger angeheizt. US-Präsident Joe Biden nominierte Fed-Chef Jerome Powell am Montag für eine zweite Amtszeit. Die auch als Kandidatin für den Chefsessel gehandelte Direktorin Lael Brainard soll einen Vizeposten erhalten.
Im späten Handel setzten dann aber Verkäufe ein. Aus Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur angesichts möglicher Pandemie-Einschränkungen fassten Anleger europäische Aktien nur zögerlich an.
Nach der Entscheidung richteten die Investoren ihre Aufmerksamkeit nun auf die Dezember-Sitzung der Fed und darauf, ob das Tempo beim Zurückfahren der Anleihekäufe erhöht werde, sagte Matt Weller, Stratege beim Broker Forex.Com.