Vorayuth Yoovidhya: Spur im Skandal um thailändischen Red-Bull-Erben führt nach Österreich
Die Ermittler in Bangkok gehen davon aus, dass sich der Gesuchte in Österreich befindet.
Foto: APBangkok. Ein süßer Energy-Drink machte den thailändischen Yoovidhya-Clan zu einer der reichsten Unternehmerfamilien Asiens. Doch seit neun Jahren überschattet ein Todesfall die Erfolgsgeschichte der Mitgründer von Red Bull: Mit seinem schwarzen Ferrari rammte Vorayuth Yoovidhya, der Sohn des thailändischen Red-Bull-Patriarchen Chalerm, an einem frühen Montagmorgen einen Polizisten, der daraufhin starb. Die Behörden werfen dem Milliardärssohn rücksichtsloses Fahren mit Todesfolge und Drogenkonsum vor. Der Justiz konnte sich der inzwischen 36-Jährige jedoch bislang entziehen: Er befindet sich seit Jahren auf der Flucht.
Doch nun gibt es in dem Fall, der in Thailand zum Justizskandal wurde, offenbar eine neue Spur: Die Ermittler in Bangkok gehen davon aus, dass sich der Gesuchte in Österreich befindet. Das teilte der stellvertretende Vorsitzende des Polizeiausschusses im thailändischen Parlament, Sanya Nilsupan, mit, wie lokale Medien am Freitag berichteten. Der erste konkrete Hinweis auf Vorayuths Aufenthaltsort seit Jahren lenkt damit den Blick der thailändischen Justiz auf jenes Land, in dem Red Bull seinen globalen Hauptsitz hat.