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Branchenausblick AutozuliefererWandel zur E-Mobilität: Zulieferbranche wird zur Zweiklassengesellschaft

Bosch, ZF und Conti sichern sich Milliardenaufträge. Kleinere Zulieferer kämpfen – der Notplan, das Verbrennergeschäft zu verkaufen, geht nicht auf.Martin-W. Buchenau, Roman Tyborski 07.01.2022 - 04:12 Uhr Artikel anhören

Die großen Autozulieferer wie Bosch, Continental und ZF werden die Transformation überstehen.

Foto: dpa

Düsseldorf, Stuttgart. Wo der Trend in der Autozulieferindustrie hingeht, hat ZF-Vorstand Martin Fischer zum Auftakt der weltgrößten Elektronikmesse CES in einem Satz zusammengefasst: „Software ist alles, alles wird elektronisch.“ Der Wandel vom Zulieferer mechanischer Komponenten zum Software- und Elektroniklieferanten ist inzwischen deutlich. Die Branchenführer um Bosch und Continental buhlen nicht mehr um Aufträge für Turbolader oder Getriebe, sondern für Zentralrechner und Auto-Betriebssysteme.

Die Großkonzerne der deutschen Autozulieferindustrie haben vor Jahren mit ihrer Transformation begonnen. Und aller Voraussicht nach sind sie stark genug, den Paradigmenwechsel zu überstehen. Sie haben im vergangenen Jahr Milliardenaufträge für zentrale Bordcomputer, Fahrerassistenzsysteme und elektrische Antriebsstränge eingeholt.

Sowohl Bosch als auch ZF hatten deshalb 2021 als Jahr der Entscheidung deklariert. ZF-Manager Fischer fügt jetzt hinzu: „Wir sind bullish. 2022 wird wieder ein entscheidendes Jahr.“ Auch weil die E-Mobilität schneller Einzug hält als noch vor zwei Jahren von Experten erwartet.

Die großen Autozulieferer hamstern im Übergang nun so viele Aufträge wie möglich, um wegfallende Aufträge für die wesentlich arbeitsintensivere Verbrennertechnologie und damit drohenden Personalabbau zumindest teilweise zu kompensieren. Bosch, ZF und die frisch von Continental abgespaltene Antriebseinheit Vitesco haben bereits jeweils Elektroaufträge in zweistelliger Milliardenhöhe – Tendenz stark steigend.

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