Fondsmanagerumfrage: Tech-Aktien sind so unbeliebt wie zuletzt in der Finanzkrise
An den Börsen ist die Rotation aus Growth- hin zu Value-Aktien in vollem Gange.
Foto: APFrankfurt. Die Euphorie rund um Technologie-Aktien lässt spürbar nach. Das ist ein Ergebnis der monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) unter internationalen Fondsmanagern. In den vergangenen vier Wochen haben die befragten 329 Portfoliomanager, die zusammen 1,05 Billionen Dollar verwalten, ihren Bestand an Technologie-Aktien deutlich abgebaut.
Nur noch ein Prozent der Investoren hat Tech-Aktien in den Portfolios übergewichtet. So niedrig war das Übergewicht zuletzt inmitten der großen Finanzkrise im Dezember 2008.
Vor einem Monat hielten netto noch 21 Prozent der Portfoliomanager bei Fondsgesellschaften, Versicherern, Pensionskassen, Unternehmen und Hedgefonds mehr Geld in Tech-Aktien, als es die Vergleichsindizes für ihre jeweiligen Häuser vorgeben. Netto heißt in der Terminologie der Umfrage, dass es ein Prozent mehr Investoren gibt, die in Tech-Werten übergewichtet sind, als solche, die das nicht sind.
Gleichzeitig sind die Aktien von Banken in der Gunst der institutionellen Anlegerinnen und Anleger deutlich gestiegen. 41 Prozent der Befragten und damit fast doppelt so viele wie im Dezember haben Bank-Aktien in ihren Portfolios übergewichtet. So viele waren es zuletzt im Oktober 2017.