Bewerbung: Sie dürfen Ihr Arbeitszeugnis selbst schreiben? So gehen Sie möglichst geschickt vor
Wer sein Arbeitszeugnis selbst schreiben darf, sollte wissen, auf welche Feinheiten es ankommt.
Foto: picture alliance/dpaDüsseldorf. Das Personalkarussell dreht sich derzeit schneller als sonst: Arbeitgeber tauschen Beschäftigte aus, um die digitale Transformation zu stemmen und sich für mehr Umweltschutz zu rüsten. Aber auch mehr Mitarbeiter als üblich kündigen von sich aus – trotz Coronakrise. Das zeigt eine Befragung von 300 Unternehmen durch den Personaldienstleiser Robert Half. Demzufolge registriert etwa jeder fünfte Chef mehr Eigenkündigungen als vor der Pandemie.
Angestellte wünschen sich mehr Gehalt, mehr Jobsicherheit, mehr Verantwortung. Aufgrund des erhöhten Aufkommens an Abschlussbeurteilungen dürfen viele Arbeitnehmer ihr Arbeitszeugnis selbst schreiben. Ein Vorteil – schließlich weiß keiner sonst so genau, was man alles geleistet und erreicht hat.
Doch ganz so einfach ist es nicht, wie es sich anhört. „So mancher tappt dabei unwissentlich in eine Falle“, sagt Autorin Cornelia Riechers. Denn Aufbau, Inhalt, sprachliche Feinheiten und formelle Regeln eines qualifizierten Arbeitszeugnisses haben ihre Tücken. Die Autorin von „Arbeitszeugnis selbst schreiben: Booster für Ihre Bewerbung“ und Arbeitsrechtsexperte Tobias Brors schildern an Beispielen, was beim Verfassen des Zeugnisses in Eigenregie schiefgehen kann.