Karriere: Drei Tricks vom Rhetorik-Profi: So überzeugen Sie den Chef von Ihrer Idee
„Mitarbeiter lassen allzu oft die persönliche Befindlichkeit Ihres Gegenübers außer Acht, wenn sie mit dem Chef über Ideen sprechen.“
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Gute Ideen von Mitarbeitern scheitern häufig am Vorgesetzten. Die Angestellten schildern die Vorteile für die Kunden, liefern sachliche Argumente für die Innovation – und die Antwort ist „Nein“.
Warum das so ist, weiß Kommunikationsexperte Jürgen Eisserer. Er bereitet seit rund zehn Jahren rhetorische Auftritte von Führungskräften aus dem Vertriebsbereich vor: „Mitarbeiter lassen allzu oft die persönliche Befindlichkeit ihres Gegenübers außer Acht.“
Der Trainer rät, folgende drei Tricks anzuwenden, um dem Chef eine Idee so zu verkaufen, als wäre es die eigene:
Trick eins: Ego streicheln
Chefs in klassisch-hierarchischen Unternehmen befänden sich grundsätzlich in einer Zwickmühle, sagt Eisserer. Sie wollten einerseits ihren Führungsanspruch gegenüber ihren Untergebenen aufrechterhalten, andererseits bräuchten sie deren Kreativität und Erfindungsgeist, um das Geschäft voranzubringen und wiederum bei den eigenen Vorgesetzten zu punkten.
Außerdem reagierten verschiedene Persönlichkeiten auf eine Situation höchst unterschiedlich. Entsprechend wichtig sei es, vor der Präsentation zunächst die persönlichen Handlungsmotive der Vorgesetzten herauszufinden. Und dieses Wissen im Gespräch dann bewusst einzusetzen.