Die Märkte am Morgen: Moskau verschiebt Börsenstart, Rubel stürzt auf Rekordtief ab – Anleger flüchten in Gold
Der Aktienhandel ist vorerst ausgesetzt.
Foto: BloombergNew York, Tokio, Düsseldorf. Das Sanktionspaket des Westens gegen Russland hat die Situation an den Finanzmärkten verändert: Am vergangenen Freitag gingen Anlegerinnen und Anleger noch in der Mehrheit davon aus, dass der Krieg in der Ukraine schnell vorbei sein könnte. Sie bezogen sich dabei auf die Börsenerfahrungen mit den russischen Angriffen auf Georgien 2008 und der Krim 2014. Doch nun hat der Westen entschlossen reagiert.
Das gibt zum einen der Ukraine Hoffnung: Entgegen den Erwartungen fiel die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende nicht. Experten rechnen nun allerdings auch mit heftigen Gegensanktionen Russlands. Möglich ist beispielsweise, dass der Kreml die Erdgas- und Rohstofflieferungen unterbricht.
Wie die Märkte bislang auf die veränderte Situation reagieren:
Ukraine-Konflikt: Rubel in Russland im freien Fall
Die russische Zentralbank reagierte mit einer drastischen Zinserhöhung auf die Währungskrise infolge westlicher Sanktionen. Der Leitzins steigt von 9,5 auf 20 Prozent, wie die Währungshüter am Montag in Moskau ankündigten. Sie signalisierten zugleich ihre Bereitschaft zu weiteren Anhebungen. Notenbankchefin Elvira Nabiullina will die Maßnahmen im Tagesverlauf bei einer Pressekonferenz erläutern.