Bond-Emission: Wieso Profiklubs wie Schalke 04 auf Anleihen setzen
Auch Anhänger des Vereins können die neue Anleihe zeichnen.
Foto: dpaDüsseldorf. In einer Zeit mehrjähriger Nullzinsen lassen die Rahmenbedingungen aufhorchen: eine Anleihe, die mit 5,5 Prozent pro Jahr verzinst wird, dazu eine Bonuszahlung von zwei Prozent, wenn der FC Schalke 04 bis zum Sommer 2026 wieder erstklassig spielt. Für umgetauschte Anleihen gibt es ebenfalls einen kleinen, ergänzenden Bonus. Wäre da nicht nur das sportliche wie wirtschaftliche Risiko.
Der FC Schalke, einer der traditionsreichsten Fußballvereine Deutschlands und aktuell Tabellenfünfter der Zweiten Bundesliga, hat eine neue Unternehmensanleihe mit einem Gesamtvolumen von 34,1 Millionen Dollar aufgelegt. Die Zeichnungsfrist für Investoren und Fans beginnt an diesem Freitag und endet am 8. April.
Auf frisches Geld ist Schalke weiterhin dringend angewiesen. Neben den sportlichen Baustellen will der Verein seine finanzielle Sanierung zügig vorantreiben. Zwar haben sich die wichtigsten Kennzahlen trotz Abstiegs im vergangenen Jahr überraschend deutlich verbessert, wie der am Dienstag veröffentlichte Geschäftsbericht zeigt (siehe Grafik). Diverse Sparmaßnahmen haben zumindest die Tendenz spürbar verbessert. Auch in der Kommunikation ist der neue Schalker Vorstand weitaus transparenter als in der Vergangenheit.