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Wall StreetNasdaq zum Handelsschluss 2,8 Prozent gestiegen – Anleger folgen Buffetts Investments

An der Wall Street folgte am Dienstag eine deutliche Gegenbewegung nach oben. Unter anderem stützten positive Konjunkturdaten die Kurse. 17.05.2022 - 22:51 Uhr aktualisiert Artikel anhören

An den US-Aktienmärkten ist die Nervosität hoch.

Foto: Reuters

New York. Starke Geschäftszahlen einiger Konzerne ermunterten Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss am Dienstag 1,3 Prozent höher auf 32.654 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,8 Prozent auf 11.984 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte zwei Prozent auf 4088 Punkte zu. Der Ausverkauf der vergangenen Wochen habe die Verkäufer erschöpft, sagte Finanzmarkt-Expertin Mimi Duff von der Beratungsfirma GenTrust. „Daher ist bei jedem Anzeichen guter Nachrichten eine Erholung möglich.“

Hierzu gehörte auch die Aussicht auf ein Ende der Lockdowns in China, die die Weltwirtschaft in den vergangenen Wochen ausgebremst hatte. Die Hoffnung auf eine anziehende Rohstoff-Nachfrage des Top-Abnehmers verteuerte das Industriemetall Kupfer um 1,4 Prozent auf 9367 Dollar je Tonne.

Darüber hinaus winkte eine Lockerung der strengen Auflagen für chinesische Technologiekonzerne. Dies verhalf den in den USA notierten Aktien der Online-Händler Alibaba und Pinduoduo zu Kursgewinnen von 6,4 beziehungsweise 6,1 Prozent.

Aktionäre kopieren Buffett

Anleger folgten bei ihren Investments in US-Banken der Nase von Börsenguru Warren Buffett. Die Aktien der Citigroup zogen um 7,47 Prozent an, nachdem Buffets Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway eine Investition von fast drei Milliarden Dollar in die US-Bank offengelegt hat. Buffetts Einstieg gilt nach wie vor als Gütesiegel.

Auch positive Konjunkturdaten stützten die Kurse. Die US-Industrie hat ihre Produktion im April erneut gesteigert. Die gesamte Herstellung lag 1,1 Prozent höher als im Vormonat, wie die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit plus 0,5 Prozent gerechnet. Der Zuwachs folgt auf solide Anstiege in den Monaten zuvor.

Die Kapazitätsauslastung stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 79,0 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2019. Allerdings liegt die Auslastung immer noch unter dem längerfristigen Durchschnittswert. Derweil stiegen die Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent. Ein Plus in dieser Größenordnung war im Vorfeld erwartet worden.

Positive Konjunkturdaten lassen US-Anleger in den Aktienmarkt einsteigen. Markus Koch analysiert das aktuelle Börsengeschehen.

Einzelwerte im Fokus

Twitter: Elon Musk will vor seinem Kauf des Kurznachrichtendiensts öffentliche Beweise vorliegen haben, dass weniger als fünf Prozent der Twitter-Konten unecht oder Spam-Konten sind. Musk teilte am Dienstag mit, seine Übernahme könne nur vorangetrieben werden, wenn Twitter dies belege. Die Aktie des Kurznachrichtendiensts stieg um 2,49 Prozent.

Walmart: Gekappte Gesamtjahresziele brocken Walmart den größten Kursrutsch seit dem Börsen-Crash vom März 2020 ein. Die Aktien des Einzelhändlers fielen um 11,38 Prozent. Wegen steigender Kosten warnte der Einzelhändler vor einem Gewinnrückgang um ein Prozent. Bislang hatte er ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

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Home Depot: Hochgesetzte Jahresziele ließen Anleger zu Home Depot-Aktien greifen. Die Titel der US-Baumarktkette zogen um 1,7 Prozent an. Die Baumarktkette hob auf Basis eines Quartalsergebnisses über Markterwartungen ihre Gesamtjahresziele an. Viele hätten angesichts der zahlreichen Risiken wie steigenden Zinsen und Lieferengpässen eine Enttäuschung befürchtet, schrieb Analyst Michael Baker vom Research-Haus D.A. Davidson. Die Prognose-Anhebung sei nicht nur überraschend sondern komme auch ungewöhnlich früh im Geschäftsjahr.

United Airlines: Die Aktien United Airlines sowie der Rivalen Delta und American Airlines stiegen um bis zu 7,9 Prozent. United Airlines blickt optimistischer in die Zukunft. Die Fluggesellschaft stellt für das laufende Quartal einen Anstieg des Umsatzes pro verkauftem Sitzkilometer auf 23 bis 25 statt 17 Prozent in Aussicht. Es gebe immer noch einen aufgestauten Bedarf an Urlaubsreisen, kommentierte Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. Außerdem liefen Geschäftsreisen wieder an.

rtr
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