Gewerbeimmobilien: Aareal-Bank-Chef Jochen Klösges: „Es gibt noch immer viel Geld, das investiert werden muss“
Der Chef der Aareal-Bank ist zuversichtlich, dass es keine schwere und langfristige Rezession gibt.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Aareal-Bank-Chef Jochen Klösges hatte gerade erst bei dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer angeheuert, als eine Gruppe von Finanzinvestoren Interesse an einer Übernahme der Aareal Bank anmeldete. Im zweiten Anlauf hat sich die Bietergruppe Atlantic Bidco nun eine Mehrheit von 84 Prozent gesichert, wie das Konsortium am Donnerstag mitteilte.
In seinem ersten Interview als Aareal-Bank-Chef spricht Klösges über die Vorteile der neuen Eigentümerstruktur und seine Prognosen für die gewerblichen Immobilienmärkte.
Herr Klösges, das Bieterkonsortium um Advent, Centerbridge und den kanadischen Pensionsfonds CPP Investments hat sich eine deutliche Mehrheit an der Aareal Bank gesichert. Was bedeutet die Übernahme für die Zukunft des Instituts?
Wir können mit der Rückendeckung unseres künftigen Mehrheitsaktionärs in allen Segmenten unsere Geschäftsmodelle weiterentwickeln und risikoorientiert wachsen. Hinzu kommt: Wir leben in extrem unsicheren Zeiten. Da ist eine stabile Eigentümerstruktur mit Investoren, die uns langfristig unterstützen wollen, ein klarer Vorteil. Advent und Centerbridge geht es nicht um kurzfristige Erfolge, und gerade der Pensionsfonds CPP Investments gilt als sehr langfristig orientiert – das begrüßen wir.