Geld anlegen: Wie Pessimisten sich mit Bargeld auf einen Dritten Weltkrieg vorbereiten
Wie können sich Anleger auf eine Eskalation des Ukrainekriegs vorbereiten?
Foto: imago images/imagebroker- Jeder zweite Deutsche fürchtet eine Eskalation des Ukrainekriegs und damit einen dritten Weltkrieg. Viele bereiten sich finanziell für den Ernstfall vor.
- Gefragt sind vor allem sogenannte Fluchtwährungen wie der US-Dollar, Schweizer Franken und Norwegische Kronen. Auch Gold wird verstärkt gekauft.
- Das Handelsblatt analysiert, für wen sich Auslandswährungen oder Edelmetalle eignen, was beim Transport zu beachten ist und warum Aktienanleger historisch selbst durch schwerste Kriege gut hindurchkamen.
Düsseldorf. „Sie möchten Geld zurücklegen für einen möglichen Angriff auf die Nato?“, fragt die Bankmitarbeiterin mit versteinerter Miene. Die Kundin aus Bergisch Gladbach, Mutter zweier Söhne im Grundschulalter, erinnert sich noch genau an den Besuch in der örtlichen Filiale der Paffrather Raiffeisenbank an einem Montagmorgen.
Ein Schließfach wollte die 45-Jährige eröffnen, die ihren Namen nicht im Handelsblatt lesen will – und 20.000 Dollar in bar bestellen. Sie bereitet sich auf eine Eskalation des Ukrainekriegs vor und einen russischen Angriff auf weitere westliche Staaten. Ihre Geschichte zeigt, wie rasch sich die Geldanlage-Strategie ändert, wenn der Faktor Angst wächst.
Auslöser war ein gemütlicher Freitagabend mit Freunden gewesen, bei dem sie wie nebenbei erfuhr, dass sich zwei ihrer Freundinnen in jüngster Zeit Schließfächer zugelegt hatten und darin US-Dollar und Schweizer Franken in fünfstelliger Höhe lagerten. Im Falle einer möglichen Flucht hofften sie, damit einige Monate im Ausland leben zu können. Eine von ihnen hatte sogar seit Wochen einen gepackten Fluchtkoffer im Haus bereitstehen.