Grundsteuer: Wer künftig mehr zahlen muss und wer weniger
Noch bis zum 31. Oktober können Eigentümer in Deutschland ihre Grundsteuererklärung abgeben. Was sie bezahlen müssen, hängt stark vom Standort der Immobilie ab.
Foto: ImagoFrankfurt. Deutschlands Grundeigentümer grübeln über ihren Grundsteuererklärungen. Bis Ende Januar 2023 fragen die Finanzämter für die 36 Millionen Grundstücke in Deutschland zahlreiche Daten ab. Der Grund: Das Bundesverfassungsgericht hat die alte Berechnungsmethode gekippt.
Was sich jetzt schon abzeichnet: Ob es teurer wird, hängt stark vom Bundesland ab. Interessanterweise kommen Eigentümer in Münchner Bestlagen besonders gut weg, während in Ostdeutschland in vielen Fällen mit einer stark steigenden Grundsteuer zu rechnen ist. Definitiv teurer wird es für Besitzer unbebauter Grundstücke, sinkende Steuerlast hingegen kommt in strukturschwachen Gegenden auf Eigentümer zu.
Wichtig ist: Wer Zweifel an der korrekten Steuerhöhe hat, darf nicht bis zur Post von der Kommune warten, sondern muss bereits früher tätig werden. Das Handelsblatt gibt einen Überblick über die wichtigsten nächsten Schritte für Eigentümer.
Ab 2025 muss dann die neue Grundsteuer gezahlt werden. Bürgerinnen und Bürger sollen insgesamt „nicht mehr belastet werden“, erklärt das Bundesfinanzministerium (BMF), räumt dabei allerdings ein, dass „sich die individuellen Steuerzahlungen verändern“ werden.