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PharmaindustrieGlyphosat treibt die Gewinne: Bayer erhöht Prognose für 2022

Der Konzern macht im zweiten Quartal 30 Prozent mehr operativen Gewinn. Für einen Rechtsstreit aus dem Monsanto-Erbe muss Bayer weiteres Geld zurücklegen, die Aktie gibt nach.Bert Fröndhoff 05.08.2022 - 11:20 Uhr Artikel anhören

Die Pharma- und Agrargeschäfte des Konzerns erweisen sich als konjunkturrobust.

Foto: imago images/Future Image

Düsseldorf. Die Bayer AG hat im zweiten Quartal zugelegt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das Agrargeschäft boomt, dessen Gewinn um 73 Prozent wuchs. Der Leverkusener Konzern profitierte von höheren Preisen bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Das Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat war besonders stark. Das Mittel ist in vielen Regionen der Welt zwei bis dreimal so teuer wie noch vor einem Jahr.

Konzernweit steigerte Bayer den bereinigten Gewinn (Ebitda vor Sondereinflüssen) um 30 Prozent auf 3,35 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 3,28 Milliarden Euro gerechnet. Bayer geht weiter von einer guten Entwicklung aus und hat deshalb die Jahresziele angehoben.

Der Konzern erwartet nun einen Umsatzzuwachs um acht Prozent auf 47 bis 48 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von etwa 12,5 Milliarden Euro. Das ist eine halbe Milliarde Euro mehr, als bisher eingeplant war. An der Börse konnte Bayer damit nicht punkten: Die Aktie fiel bis zum Nachmittag um gut drei Prozent auf 57 Euro.

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