Bosch, Globalfoundries, Infineon, Siltronic: Neue Jobs mit Top-Gehältern: In dieser oft unterschätzten Region entstehen gerade 30.000 Stellen
Suche nach Betriebselektrikern und Prozessingenieuren.
Foto: dpaDüsseldorf, München. Deutschland braucht Chipexperten – und das nicht erst, seit Intel in Magdeburg Tausende Fachkräfte für seine Großfabrik sucht. So schätzt der Branchenverband Silicon Saxony, dass allein in Sachsen 2030 rund 100.000 Menschen in der Mikroelektronik und Kommunikationsbranche gesucht werden – 30.000 mehr als heute. Gleichzeitig werden bis dahin etwa 5000 Branchen-Fachkräfte in Rente gehen.
„Es ist wie in der Bundesliga“, sagt Enrico Rudnick, Headhunter in Dresden mit Fokus auf die Chipindustrie. „Die Top-Talente wechseln häufig“ – zu wenige kämen nach. „Die Firmen müssen die Bewerber aktiv ansprechen“, weiß auch Verbandschef Frank Bösenberg. Er schätzt, dass in der Region jedes Jahr etwa 4000 Stellen in der Chipindustrie zu besetzen sein werden.
Doch was haben die Halbleiterunternehmen konkret zu bieten? Und wen suchen sie? Das Handelsblatt hat bei den wichtigsten Unternehmen in und um Dresden nachgefragt – und von Hunderten offenen Stellen erfahren. Die Übersicht:
Bosch wandelt sich zum Halbleiter-Konzern
Der weltgrößte Autozulieferer wandelt sich zum Chipkonzern, nirgendwo zeigt sich das besser als in Dresden. Vergangenes Jahr haben die Schwaben in Sachsens Landeshauptstadt ihr jüngstes Halbleiterwerk eingeweiht. Derzeit beschäftigt Bosch 380 Menschen in der sächsischen Fabrik, 700 sollen es bis Mitte des Jahrzehnts werden.