Immobilienmarkt: Corestate stößt Apartments zum Kurzzeitmieten mit hohen Verlusten ab
Eine Wandelanleihe des Immobilienkonzerns Corestate wird am 28. November fällig.
Foto: JOYN, Manfred SodiaZürich. Der krisengeplagte Projektentwickler Corestate schafft es nur mit millionenschweren Verlusten, Immobilien am Markt zu platzieren. Wie am Freitag bekannt wurde, hat das Unternehmen einen unter der Marke „Joyn“ betriebenen Apartment-Komplex fürs Kurzzeitmieten in Düsseldorf verkauft. Käufer ist der Frankfurter Immobilienmanager Imaxxam, der das Objekt für einen Fonds von Union Investment erwirbt.
Als Makler hatte Corestate JLL engagiert. Zuerst hatte der Branchendienst Thomas Daily über den Abschluss des Deals berichtet. Zu den Details der Transaktion wollten sich Corestate und Imaxxam nicht äußern.
Imaxxam hatte im Mai 2022 rund 17 Millionen Euro für das Objekt geboten, wie aus einer als „geheim“ eingestuften Präsentation von Corestate für externe Investoren hervorgeht, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach hatte Corestate Gebote zwischen zehn und maximal 17 Millionen Euro erhalten.
Corestate mit großen Problemen im Bereich Real-Estate-Equity
Ob es sich bei dem Höchstgebot von Imaxxam auch um den realisierten Kaufpreis handelt, wollten die beteiligten Unternehmen nicht kommentieren. Ein Corestate-Sprecher teilte lediglich mit, dass sich die Angaben teils auf „veraltete Dokumente und Informationen“ beziehen, ohne auf Details einzugehen. Corestate hatte den fairen Wert der „Joyn“-Apartments in Düsseldorf gegenüber Investoren per Ende 2021 noch mit 22 Millionen Euro taxiert. Die Gesamtkosten für den Bau beliefen sich auf rund 29 Millionen Euro.