Autovermietung: Sixt stellt auf Elektroautos um: „Günstiger als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor“
Jedes Jahr nimmt Sixt mehrere Zehntausend Autos bei der Industrie ab.
Foto: imago images/Ralph PetersMünchen. Deutschlands größter Autovermieter verabschiedet sich von Benzin und Diesel. Vorstandschef Alexander Sixt sagte dem Handelsblatt: „Bis Ende des Jahrzehnts wollen wir 70 bis 90 Prozent unserer Flotte in Europa auf elektrifizierte Fahrzeuge umgestellt haben.“
Der Autovermieter wolle seine Kunden „flächendeckend für Elektroautos begeistern“ und die Stromer künftig prominent bewerben. Zudem steckt das Unternehmen 50 Millionen Euro in den Ausbau eines eigenen Ladenetzes.
Sixt will insbesondere seine Vermietstationen in den Flughäfen und den Innenstädten mit Schnellladern ausrüsten. „Heute kommen die Autos vollgetankt zurück, in Zukunft gehen wir aktuell davon aus, dass wir das Laden für den Kunden übernehmen.“
Die geringere Reichweite und das umständliche Laden von Elektroautos haben Sixt bislang daran gehindert, mehr Stromer in die Flotten zu nehmen. Sixt unterhielt in Europa im ersten Halbjahr eine Flotte von 137.000 Autos, nur zehn Prozent davon fuhren elektrisch oder hybrid. Das ist nicht durchzuhalten: Metropolen wie Paris wollen ab 2030 nur noch Elektroautos zulassen, und auch in deutschen Städten wächst der Druck, Taxen, Busse und den Gewerbeverkehr auf Stromantrieb umzustellen.