Gegenoffensive: Ukrainer rücken immer weiter vor – Russen fliehen planlos und hoffen auf Wunderwaffen und die Mobilisierung
Die Ukraine verzeichnet Fortschritte bei ihrer Gegenoffensive.
Foto: via REUTERSWien. Folgt man dem prorussischen Propagandisten Juri Podoljaka, so hat sogar Gott Russlands Armee verlassen. Am Montagabend habe eine ukrainische Übermacht kurz vor dem strategisch wichtigen Dorf Dudtschani gestanden, das die Russen hielten. „In dieser wirklich schwierigen Situation stand Gott an unserer Seite“ und habe dafür gesorgt, dass der Regen, der Moskaus Luftwaffe am Boden hielt, plötzlich aufgehört habe, woraufhin Kampfflugzeuge und Artillerie den Gegner dezimiert hätten, schrieb der Telegram-Kommentator.
Doch nur einen Tag später kann trotz Verlusten von einem Rückschlag für die Ukrainer keine Rede mehr sein: Die Russen haben Dudtschani fast kampflos geräumt. Entlang des Flusses Dnipro sind die Kiewer Truppen innerhalb weniger Tage mehrere Dutzend Kilometer vorgerückt – gegen gegnerische Einheiten, die westliche Experten zu Beginn des Kriegs zur Elite gezählt hatten.
Da die Ukrainer weiter nördlich auch den seit Monaten heftig umkämpften, strategisch günstig am Fluss Inhulez gelegenen Ort Dawidiw Brid eroberten, droht Tausenden der geschätzt 25.000 russischen Soldaten am rechten Ufer des Dnipro die Einkesselung.