Energiekrise: Gaspreisbremse entlastet Familien um 1366 Euro: Paket soll etwa 96 Milliarden kosten
Gaskommission und Bundesregierung suchen nach Wegen zur Entlastung von Privatverbrauchern und Firmen.
Foto: ddp/Panama PicturesBerlin. Die von der Expertenkommission Gas vorgeschlagene Gaspreisbremse würde die Preise für Privatverbraucher spürbar senken. Das verdeutlichen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox für das Handelsblatt.
Die Kommission, eingesetzt von der Bundesregierung, hatte sich am Montagmorgen auf eine Zwischenlösung zur Abfederung der steigenden Gaspreise für Verbraucher und Unternehmen verständigen können. Das Ergebnis sei einstimmig gewesen, drei Kommissionsvertreter erläuterten die Pläne am Montag in einer Pressekonferenz. Der Bericht beschreibe den ersten Teil einer Zwei-Stufen-Lösung, um den Gaspreis-Anstieg für Verbraucher und Unternehmen abzufedern. Ein zweiter Teil folge wie vorgesehen später, er soll noch im Oktober kommen.
Rund 90 Milliarden Euro will die Bundesregierung für Privathaushalte und Industrie aufwenden, um bei 80 Prozent des Gesamtverbrauchs einen niedrigeren und festen Gaspreis zu garantieren und damit spürbare finanzielle Entlastungen zu schaffen. Das Handelsblatt erklärt im Folgenden, welche Haushalte mit welchen Einsparungen rechnen können und was Verbraucher beachten müssen.
Eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas muss sich nach Angaben von Verivox derzeit auf eine Gasrechnung von 4.108 Euro pro Jahr einstellen. Werden 80 Prozent des Verbrauchs auf zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) gedeckelt, sinkt die Gasrechnung bei den aktuellen Marktpreisen auf 2.742 Euro – das entspricht einer Entlastung von 1.366 Euro pro Jahr.