G-7-Videokonferenz mit Selenski: Welche Abwehrmaßnahmen der Westen nach den brutalen Raketenangriffen auf die Ukraine plant
Die russische Armee greift jüngst verstärkt Ziele aus der Luft an.
Foto: IMAGO/UkrinformBrüssel. Wieder heulten die Sirenen, wieder flüchteten die Menschen in Schutzräume und U-Bahn-Stationen. Es bestehe weiter eine „hohe Gefahr für Raketenangriffe“, warnten die Behörden in Kiew und anderen ukrainischen Städten am Dienstag, auch wenn die Intensität der Einschläge gegenüber Montag nachzulassen schien.
Nach russischer Darstellung gelten die Raketensalven Führungszentren der ukrainischen Streitkräfte, Kommunikationseinrichtungen und der Energieinfrastruktur des Landes. Auf Videos sind aber auch Explosionen im Stadtzentrum von Kiew zu sehen, Parks, sogar ein Spielplatz wurden getroffen. SPD-Außenpolitiker Nils Schmid bezeichnet das russische Vorgehen als „Staatsterrorismus“. Es gehe Russland darum, mit unterschiedslosen Attacken Schrecken zu verbreiten, „weil die Armee mit normalen militärischen Mitteln nicht weiterkommt“.
Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Agnieszka Brugger, sprach von „furchtbarsten Kriegsverbrechen“ und forderte, alles zu tun, „um gerade den Bereich Luftverteidigung schnell zu verstärken“.
Nato-Verteidigungsminister treffen sich in Brüssel
Die Analyse der Ampelkoalitionäre wird von der Nato geteilt. Dort ist von „Vergeltungsschlägen“ die Rede, mit denen sich der Kreml für die erfolgreiche ukrainische Gegenoffensive der vergangenen Wochen und den Anschlag auf die Kerch-Brücke zwischen der besetzten Krim-Halbinsel und dem russischen Festland rächen wolle.