Krankenkassenbeiträge werden erhöht: Privatversicherte müssen ab 2023 mehr zahlen
Der Bundesgesundheitsminister kündigte einen Anstieg der Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen an.
Foto: dpaBerlin. Millionen Privatversicherte erhalten in den kommenden Wochen Post von ihren Krankenkassen. Diese informieren zum Jahresende ihre Kunden, welche Beiträge sie im kommenden Jahr zahlen müssen.
Im Jahr 2021 gab es in der Krankenversicherung einen starken Anstieg der Beiträge von durchschnittlich 8,1 Prozent, 2022 waren es immerhin noch 4,1 Prozent.
Auch 2023 steigen die Beiträge, allerdings deutlich weniger stark als in den vergangenen zwei Jahren - und zwar im Schnitt um drei Prozent, wie der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) dem Handelsblatt mitteilte. Das liegt aber immer noch über dem Zehnjahresschnitt von 2,6 Prozent. Der Durchschnittsbeitrag von aktuell 535 Euro pro Monat steigt also auf rund 551 Euro.
Krankenkassenbeiträge werden erhöht: Inflation spielt untergeordnete Rolle
Darin sind die Beiträge für Beamte nicht miteingerechnet, die deutlich niedriger ausfallen. Von einer Anhebung ist etwas mehr als jeder dritte der 8,7 Millionen vollversicherten Kunden betroffen. In einzelnen Fällen dürfte der Sprung deutlich höher und sogar zweistellig ausfallen.
Die Inflation spielt dabei offenbar eine untergeordnete Rolle, da angenommen wird, dass die Kosten für Gas, Strom und medizinische Güter erst im kommenden Jahr durchschlagen.