Gründertum: Ungewöhnliche Beteiligungen an Start-ups
Rox Health ist ein Tochterunternehmen des Pharmakonzerns Roche und will frühphasige Start-ups in der digitalen Gesundheitswirtschaft unterstützen.
Foto: dpaDüsseldorf. An guten Ideen mangelt es in der Gründerszene selten, IT-Fachkenntnisse oder ein medizinischer Berufshintergrund sind in Digital-Health-Unternehmen oft vorhanden. Für ein Team herausfordernd ist es hingegen, den Kapitalbedarf abzudecken und ein langfristiges Finanzierungsmodell für die Firma zu entwickeln.
Bootstrapping, Crowdfunding, Darlehen, Preisgelder – inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Gründer, um an Geld zu kommen. Eine besondere Stellung unter den Kapitalgebern hat Rox Health. Das Tochterunternehmen des Schweizer Pharmakonzern Roche hat seinen Sitz in Berlin und nennt sich selbst Investment Builder. Einige Start-ups erhalten Kapital von Rox, andere beziehen Beratungsleistungen, Dritte erhalten beides. Trotzdem handelt es sich weder um ein Accelerator-Programm, das neben Finanzmitteln auch Beratung zur Verfügung stellt, noch ist es ein sogenannter Inkubator, der zusätzlich Büroräume anbietet.
Die Webseite verrät, dass Rox sich vor allem für frühphasige Start-ups im digitalen Gesundheitsmarkt interessiert. Dazu zählen neuerdings zum Beispiel das Medizintechnik-Start-up Halitus und der Symptomchecker Xund Solutions, mit den digitalen Alzheimer- und Demenztherapien Neotiv und Brain + bestehen schon länger Kooperationen. Eigenen Angaben zufolge fokussiert sich Rox auf drei Bereiche im Gesundheitswesen: auf die Neurologie, die Onkologie und auf die Frauengesundheit.