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Bert Rürup: „Ein bizarrer Befund: Aufhellung in der Weltwirtschaft, aber rezessive Verschärfung in Deutschland“Michael Hüther: „Wir erleben eine untypische Rezession: über Kosteneffekte in der Grundstoffproduktion.“

Die Botschaft des G20-Gipfels lautet: Es ist klug miteinander zu reden und zu kooperieren. Michael Hüther und Bert Rürup sind optimistischer, dass sich die Weltwirtschaft stabilisiert. Doch Deutschland hilft das nicht. 18.11.2022 - 07:00 Uhr Artikel anhören

Michael Hüther und Bert Rürup diskutieren die Folgen des G20-Gipfels. Das Ergebnis deutet auf mehr Kooperation zwischen den USA und China hin. Denn Staaten wie Indien, Indonesien und China seien Russland auf dem Gipfel an keiner Stelle beigesprungen. Hüther wertet das als krachende Niederlage.


Doch für Deutschland, traditionell exportorientiert, ist das nicht so positiv wie gedacht. Denn die Folgen den Ukraine-Kriegs belasten die deutsche Wirtschaft stärker als erwartet. Die Rezessionsdebatte der beiden im Podcast:


Hüther: Wir erleben eine untypische Rezession: Die beginnt über die Kosteneffekte in der energieintensiven Grundstoffproduktion. Rürup: Das erschwert die Prognose. Hier haben wir eine Krisenursache, die wir uns vor zwei Jahren gar nicht vorstellen konnten. Wird die EZB eine Stabilisierungsrezession herbeiführen? Hüther: Nein, aber das dritte Quartal hat gezeigt: Wenn der private Verbrauch angestiegen ist, müssen die Leute entspart haben. Die Luft wird erheblich dünner. Wir müssen dankbar sein, wenn wir mit minus 1,0 Prozent bis minus 1,5 Prozent davon kommen. Rürup: Das wäre noch pessimistischer als die EU Hüther: Ja, der reale Anstieg im Konsum wird nicht halten.

Die Politik der Regierung ist sehr fragwürdig, stellen die Professoren Bert Rürup und Michael Hüther im ersten Podcast vor Publikum fest. Es wäre an der Zeit, die Armen zu unterstützen.

Rürup: Die Löhne steigen faktisch noch nicht. Der private Verbrauch als Konjunkturstütze wird sehr schnell entfallen.


Hüther: Wenn der Arbeitsmarkt robust bleibt, mag das dagegen steuern. Aber wir sehen Anstieg der Insolvenzen und sehen Produktionseinschränkungen in der Grundstoffindustrie - viele, die mit diesen Energiekosten nicht durchkommen. Entscheidend ist die Kalibrierung der Gas- und Stromkostenbremse.


Rürup: Interessant: Wir haben eine Aufhellung des weltwirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes, aber eine Verschärfung der rezessiven Tendenzen in Deutschland, die ein exportorientiertes Geschäftsmodell hat. Das ist ein bizarrer Befund.

Im Podcast Economic Challenges diskutieren Professor Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, und Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, aktuelle nationale wie globale wirtschaftliche Probleme sowie die politischen Optionen und deren Folgen.

Die Folgen des Podcast „Economic Challenges“ sind über Apple, Spotify, Deezer und Handelsblatt/Audio abrufbar. Mehr zu den Themen können Sie im „Chefökonom“, dem Newsletter von Professor Rürup, nachlesen. Für den Newsletter kann man sich hier anmelden.

Liebe Hörerinnen und Hörer, wenn Sie Lob, Kritik oder Themenwünsche haben, dann schreiben Sie uns doch gerne oder schicken uns eine Sprachnachricht an

chefoekonom@handelsblatt-research.com



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