Steuer: Für Steuerzahler gibt es im Jahr 2023 einige Entlastungen
2023 müssen viele weniger Steuern zahlen.
Foto: E+/Getty ImagesFrankfurt. Zehn Prozent Inflation und horrende Energiekosten belasten die deutsche Bevölkerung. Doch es gibt gute Nachrichten. Der Fiskus langt 2023 in Summe weniger zu. Mitte Dezember 2022 beschloss der Bundesrat das neue Jahressteuergesetz.
Jana Bauer, stellvertretende Geschäftsführerin des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BVL), zeigt sich erfreut, denn das Gesetz enthält eine Vielzahl von Verbesserungen insbesondere für Arbeitnehmer, Familien und Rentner. Es gibt Steuervorteile im Wohnungsbau und für Solarstromanlagen. Arbeitnehmer werden unter anderem mit der Ausweitung der Homeoffice-Pauschale, der Erhöhung des Sparerfreibetrags und der vollen Abzugsfähigkeit der Rentenbeiträge bedacht. Unterm Strich bleiben den Steuerzahlern 4,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
Doch es gibt auch Änderungen, die auf Steuererhöhungen hinauslaufen. Die betreffen die Übertragung von Immobilienvermögen bei Erbschaften und Schenkungen. Das Handelsblatt gibt einen Überblick über die wichtigsten Steueränderungen ab 2023 – und erklärt, was Steuerzahler dazu wissen müssen.
1. Änderung für Steuerzahler 2023: Arbeitnehmerpauschbetrag
Für alle Ausgaben rund um die berufliche Tätigkeit können Arbeitnehmer Werbungskosten geltend machen. Pauschal akzeptiert das Finanzamt Aufwendungen in Höhe von 1230 Euro (vorher 1200 Euro). Wer fürs Pendeln, das Arbeiten von zu Hause aus, Weiterbildungen, Fachliteratur oder Berufskleidung mehr ausgegeben hat, muss dies detailliert nachweisen.