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FlugverkehrEnde der Quarantänepflicht in China: Was Geschäftsreisende jetzt wissen müssen

In der zweiten Januarwoche will Peking die Quarantänepflicht für ausländische Geschäftsreisende aufgeben. Doch zahlreiche Hürden bleiben. Ein Überblick.Christoph Schlautmann 27.12.2022 - 17:07 Uhr Artikel anhören

Die Lage für ausländische Dienstreisende hat die neue Politik Pekings nur leicht verbessert.

Foto: dpa

Düsseldorf. Seit Anfang des Monats lockert China seine rigide Coronapolitik. Nachdem zunächst Einschränkungen für die chinesische Bevölkerung wegfielen, hat Peking am Montag mitgeteilt, dass ab dem 8. Januar auch die Quarantänepflichten für Einreisende weitgehend aufgehoben werden. Was das für Geschäftsreisende deutscher Unternehmen bedeutet.

Erweitert sich durch das Ende der Null-Covid-Politik der Kreis derer, denen China die Einreise erlaubt?

Die Nationale Gesundheitskommission des Landes hat am Montag Lockerungen für Geschäftsreisende angekündigt, konkrete Direktiven stehen aber noch aus. Grundsätzlich möglich ist die Einreise bislang nur für Inhaber von diplomatischen, Dienst- und C-Visa, die Peking etwa für Handelsdelegationen, Wissenschafts-, Sport- oder Kulturgesandte ausstellt. Ausdrücklich eingeladene Ausländer, die ein sogenanntes „Courtesy-Visum“ erhalten, dürfen ebenfalls das Land betreten.

Werden touristische Reisen wieder möglich?

Dafür gibt es auch nach den Lockerungsbeschlüssen keine Anzeichen. Ausländischen Urlaubern bleibt die Einreise laut Auswärtigem Amt verwehrt. In absehbarer Zeit werde man keine Reisen nach China anbieten, heißt es dazu etwa beim Fernreiseexperten Studiosus in München.

Bleibt die Pflicht zur Quarantäne?

Hier ist Besserung in Sicht. Sämtliche in die Volksrepublik einreisenden Personen werden am Ankunftsort zunächst auf Covid-19 getestet. Der Impf- oder Genesungsstatus spielt dabei keine Rolle. Bislang wurde anschließend für acht weitere Tage eine Quarantäne verhängt, von denen mindestens fünf Tage in einer zentralen Einrichtung verbracht werden mussten. Ab 8. Januar, so haben es die Behörden jetzt angekündigt, soll diese generelle Quarantänepflicht entfallen.

Wie stark sind die Reisebeschränkungen im Land?

Die Maßnahmen und Beschränkungen für Ausländer in China unterscheiden sich innerhalb von Provinzen, Städten, Stadt- und Wohnbezirken deutlich, berichtet das Auswärtige Amt. Zudem seien sie regelmäßig kurzfristigen Änderungen und Anpassungen unterworfen. Dazu gehören zeitlich eingeschränkte Öffnungen von internationalen Grenzübergängen oder sogar komplette Schließungen. Zudem werden weiterhin negative PCR-Tests benötigt, um öffentliche Gebäude wie Gaststätten, Behörden, Schulen, oder Krankenhäuser zu betreten.

Ab dem 8. Januar soll die generelle Unterbringung in solchen Unterkünften entfallen.

Foto: AP

Welche Coronatests verlangt China bei der Einreise von ausländischen Dienstreisenden?

Flugreisende müssen laut Auswärtigem Amt einen negativen PCR-Test vorlegen, der vor Abflug nicht älter als 48 Stunden ist. Das Ergebnis muss zusammen mit Reisepass, Flugticket sowie gültigem Visum oder Aufenthaltserlaubnis über die Website „Health Declaration Certificate“ hochgeladen werden. Die chinesische Auslandsvertretung sendet im Gegenzug einen QR-Code, ohne den es keine Einreise gibt. Zudem ist auf der Webseite des chinesischen Zolls eine Gesundheitserklärung abzugeben.

Wie steht es um die Flugkapazitäten von und nach China?

Es gibt Direktflüge zwischen China und Deutschland, die etwa von Air China, China Eastern, aber auch der Lufthansa inklusive Swiss und Austrian angeboten werden – allerdings meist nur nach Shanghai und Peking. Geschäftsreiseagenturen wie Travelperk verweisen darauf, dass die Zahl der Direktflugverbindungen aktuell äußerst begrenzt ist.

Das könnte sich allerdings bald ändern. Man prüfe, wie der Flugplan zum chinesischen Festland angepasst werden könne, erklärte am Montag eine Lufthansa-Sprecherin.

Airlines wie die Lufthansa könnten schon bald mehr Verbindungen anbieten.

Foto: Reuters

Mit dem Wegfall der Quarantäne sei zu erwarten, dass die Flugkapazitäten schnell ausgebaut werden und sich der Flugverkehr nach China normalisiert, erwartet auch Markus Orth, Mitglied im Vorstand des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Geschäftsführer der Lufthansa City Center. Unklar sei allerdings die weitere Entwicklung der Coronalage in China, die nach wie vor zu Unsicherheit führe und die Nachfrage zumindest kurzfristig dämpfen dürfte.

Sind Transitflüge über Drittländer möglich?

Ja. Das Auswärtige Amt verweist dabei jedoch auf die weiterhin geltende Anforderung, dass der vor dem Abflug erstellte PCR-Test auch hier höchstens 48 Stunden alt sein darf.

Wie sinnvoll ist die Einreise über Hongkong?

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Hier reicht vor dem Hinflug ein negativer Schnelltest, der Nachweis einer zweifachen Coronaimpfung und eine Onlineanmeldung per App. Im Anschluss an die Einreise in die Sonderverwaltungszone wird am Flughafen allerdings ein PCR-Test fällig, dem nach zwei Tagen ein weiterer zu folgen hat. Sind beide Tests negativ, darf die Weiterreise nach Festlandchina beginnen.

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