Rohstoffe: So könnten sich die Preise von Industriemetallen entwickeln
Das vergangene Jahr war für Industriemetalle turbulent.
Foto: IMAGOFrankfurt. Das Jahr 2022 war nicht nur für die Aktienmärkte ein schwieriges Jahr. Auch für Industriemetalle wie Kupfer, Nickel oder Aluminium waren es turbulente Zeiten, sie legten eine Achterbahnfahrt hin: Der Ukrainekrieg ließ die Preise zunächst kräftig steigen, die Zinserhöhungen der Notenbanken und der starke Dollar sorgten anschließend für eine Korrektur.
Markiert das Jahr 2022 also schon das Ende des „Superzyklus“ bei Industriemetallen, dessen Anfang einige Analysten schon 2021 gesehen haben wollen?
Nein, wenn es nach Jeff Currie geht, Rohstoffexperte bei Goldman Sachs: „Dass eine Preisspitze endet, bedeutet nicht das Ende eines Superzyklus. Was die Fundamentaldaten angeht, ist die Ausgangslage für Rohstoffe 2023 noch bullisher geworden.“
Ähnlich schätzt Nitesh Shah vom Fondsanbieter Wisdom Tree die Lage ein: „Das Inflationsbekämpfungsgesetz in den USA und das Infrastrukturgesetz geben der Nachfrage nach Rohstoffen starken Rückenwind. In Europa verleiht die scharfe Fokussierung, sich von der russischen Energieabhängigkeit zu lösen, der Energiewende eine neue Dringlichkeit.“
Denn Stromnetze und Batteriespeicher sowie Solarkollektoren und Windräder brauchen jede Menge Kupfer, Aluminium oder Nickel. E-Autos kommen nicht ohne Lithium, Kobalt und Seltene Erden aus.