Börse in Japan: Lockere Geldpolitik, konsumfreudige Touristen - Japan hofft auf steigende Aktienkurse
Für japanische Exporteure sind die Aussichten bislang unsicher, Finanzinstitute profitieren bereits von der optimistischen Marktstimmung in Asiens zweitgrößter Volkswirtschaft.
Foto: HandelsblattTokio. Auf den Schreck folgt in Japan Hoffnung. 2022 endete für Anleger in japanische Aktien noch mit einem bösen Börsenbeben. Zur Überraschung aller verdoppelte Japans Notenbank kurz vor Weihnachten den Handelskorridor für zehnjährige Staatsanleihen (JGBs) auf 0,5 Prozent. Diesen Schritt hatte der Markt frühestens für 2023 erwartet. Der Yen erstarkte dadurch und drückte die Gewinnaussichten der Exporteure und die Aktienkurse.
Für 2023 jedoch steht das Börsenbarometer wieder auf Wachstum. Einige Experten glauben sogar, dass Japans Aktienkurse – angetrieben von einer wachsenden Wirtschaft – den höchsten Stand seit dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase Anfang der 1990er-Jahre erreichen könnten.
So prognostiziert die US-Bank Morgan Stanley, dass der Topix, der alle Werte der Tokioter Börse umfasst, bis zum Ende dieses Jahres um acht Prozent auf 2020 Punkte steigen könnte. Optimisten stecken die Ziele noch deutlich höher: Der Vermögensverwalter Mitsui Sumitomo Asset Management rechnet damit, dass der Topix zwischen 2190 und 2390 Punkten und der Nikkei-225-Index zwischen 31.100 und 34.100 Punkten landen werden.