Immobilienmarkt: Wie Sie mit Vorbereitung und etwas Glück den Preis drücken
Der Immobilienmarkt befindet sich im Umbruch, Käufer und Verkäufer finden oft nicht zueinander.
Foto: imago images/ShotshopDüsseldorf. Noch vor einem Jahr waren Interessierte auf dem Immobilienmarkt froh, wenn sie zu einer Immobilienbesichtigung eingeladen wurden und ein Gebot im Bieterverfahren abgeben konnten – natürlich über dem inserierten Preis.
Mittlerweile gibt es wieder mehr Angebote auf dem Markt und potenzielle Käufer können auf einen Preisnachlass hoffen – aber nicht überall.
Durch den starken Zinsanstieg haben sich die Finanzierungsbedingungen so verschlechtert, dass auch günstigere Objekte nicht mehr bezahlbar sind. Das Handelsblatt hat die wichtigsten Ratschläge zusammengetragen, wie Käuferinnen und Käufer aktuell auf dem Markt agieren sollten.
1. Lage am Immobilienmarkt verstehen
Die Situation am Immobilienmarkt hat sich grundlegend geändert und unterscheidet sich regional deutlich. Peter Burk, der für das Institut Bauen und Wohnen und die Bauberatung der Verbraucherzentrale arbeitet und mehrere Immobilienratgeber geschrieben hat, sagt: „Sie haben weiterhin schlechte Karten als Käufer, aber das Angebot wird über die Jahre etwas größer und die Konkurrenz lässt bei steigenden Zinsen etwas nach.“
Mathias Breitkopf, Leiter des Privatkundengeschäfts beim Baufinanzierungsvermittler Interhyp, ergänzt: „Käufer wie Verkäufer müssen aktuell ein Gefühl dafür bekommen, wie begehrt Immobilien in der Gegend noch sind.“ Er warnt vor gängigen Tools im Internet, die schnell den Marktwert berechnen sollen. „Diese Tools sind noch mit alten Informationen gefüttert, dort sind noch keine neuen Transaktionsdaten erfasst.“