Elektromobilität: Das neue Normal – Audi Q4 E-Tron im Handelsblatt-Autotest
Für die Großstadt ist der Audi mitunter zu überdimensioniert.
Foto: HandelsblattBerlin. Und dann stehe ich vor dieser Einfahrt. Nachts um halb eins, mitten in Berlin. Großzügig abgerundete zehn Stunden Fahrt liegen zwischen mir und meinem Startort Düsseldorf. Ich schaue auf die Zufahrt zum Hotel, die von einer Tür verschlossen ist.
Eine Doppeltür, kein Tor. Meinem Polo würde ich die Durchfahrt zutrauen. Traue ich es dem Audi Q4 E-Tron Sportback zu, der sich um mich herum auftürmt? Ich zweifle einmal mehr das Gesamtkonzept SUV an, rolle dann mit eingeklappten Spiegeln durch den vielleicht zehn Meter langen Einfahrtstunnel.
Um mich herum piepen minutenlang die Sensoren und schlagen Alarm – bis ich schließlich die reservierte Lücke erreicht habe. Parking Position. Puh.
An diesem Tag habe ich vor allem eines begriffen: Höre auf den Audi, er findet einen Weg. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die umfassende Sensorik des Testwagens – die man leider für jedes SUV nur empfehlen kann – schätzt Spurbreiten, Reichweiten, Winkel, Geschwindigkeiten und Ladezeiten recht präzise ein. Nur auf die Verkehrsschilder sollte man tunlichst selbst achten, die Erkennungsquote ist auch bei Audi einfach irrwitzig gering.