Cum-Ex-Skandal: Razzia bei Ex-Vorstand von HSBC-Trinkaus
Der frühere HSBC-Trinkhaus-Chef sah sein Haus „zu keinem Zeitpunkt in Cum-Ex- oder Cum-Cum-Geschäfte verwickelt“.
Foto: imago/ManngoldDüsseldorf. Die Staatsanwaltschaft Köln hat nach Informationen des Handelsblatts fast die komplette ehemalige Vorstandsriege der HSBC Trinkaus & Burkhardt durchsucht. Zeitgleich erschienen die Beamten am Dienstag vor den Häusern von Paul Hagen, Carola Gräfin von Schmettow und Andreas Schmitz. Grund der Razzien ist der Verdacht auf besonders schwere Steuerhinterziehung in der Bank.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie „im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Verfahren im Raum Düsseldorf gegenwärtig Durchsuchungsbeschlüsse vollstrecken lässt“.
Beteiligt seien unter anderem Kräfte der Steuerfahndung Düsseldorf und des Polizeipräsidiums Mönchengladbach. „Weiteres kann ich mit Blick auf das zu beachtende Steuergeheimnis und zu wahrende Persönlichkeitsrechte Verfahrensbeteiligter nicht mitteilen“, so der Sprecher. Die Anwälte der Betroffenen äußerten sich auf Anfrage nicht. Die Bank teilte lediglich mit, von den Durchsuchungen nicht betroffen zu sein.
Cum-Ex: Verdacht auf Steuerhinterziehung beim Ex-Vorstand von HSBC Trinkhaus
Die Staatsanwaltschaft Köln ist die Speerspitze in den Ermittlungen zu Cum-Ex, dem größten Steuerskandal Deutschlands. Der Begriff bezeichnet eine Methode des Aktienhandels, bei dem sich die Beteiligten eine einmal abgeführte Kapitalertragsteuer zweimal „erstatten“ ließen.