Business-Schools: Wirtschaftsschulen setzen verstärkt auf Bachelorabschlüsse
Die Hochschule in der spanischen Hauptstadt hat ihr Angebot geändert.
Foto: HandelsblattKiel. Rund 50.000 Quadratmeter, verteilt auf 36 Stockwerke – auf dem neuen Vertical Campus der IE University in der spanischen Hauptstadt ist viel Platz. Wo einst die Fußballer von Real Madrid trainierten, ragen heute fünf futuristische Bürotürme 180 Meter in die Höhe. Sie beherbergen Beratungsgesellschaften, Banken, Versicherungen, einen Energiekonzern – und die private Wirtschaftsuniversität, die als eine der besten Europas gilt.
Seit Oktober 2021 legen im IE Tower 4000 junge Menschen aus aller Welt den akademischen Grundstein für ihre Karriere, darunter rund 600 Deutsche. Luft nach oben gibt es reichlich, die Kapazität des Vertical Campus reicht für bis zu 6000 Studierende. 240 Millionen Euro hat die IE in den Neubau investiert, in dem ausschließlich Bachelorstudenten ausgebildet werden.
Hat der MBA ausgedient?
Studienanfänger an einer Eliteuni – das ist nicht die Regel. Traditionell sehen sich private Wirtschaftshochschulen als Graduate Schools, Kaderschmieden für den akademisch vorgebildeten Führungsnachwuchs. Deshalb bieten andere Topadressen wie INSEAD oder HEC in Frankreich, IESE in Spanien oder die London Business School nur Masterprogramme an, vor allem den Master of Business Administration (MBA). Viele deutsche Anbieter halten es ebenso, etwa die ESMT in Berlin, die HHL in Leipzig oder die Mannheim Business School.