Börse Asien: China-Börsen nach Powell-Aussagen schwächer – Japan fester
Die Anleger in Asien blicken verunsichert in Richtung USA.
Foto: dpaTokio. Die Anleger in China sind am Mittwoch nach Zinssignalen des US-Notenbankchefs Jerome Powell in Deckung gegangen. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Vor allem wachstumsorienterte Technologieaktien mussten Federn lassen, nachdem die Investoren sich auf stärker steigende US-Zinsen eingestellt hatten.
Die Fed werde die Zinssätze wahrscheinlich kräftiger als erwartet anheben müssen, um auf die jüngsten Konjunkturdaten zu reagieren, hatte Fed-Chef Powell am ersten Tag seiner halbjährlichen, zweitägigen geldpolitischen Anhörung vor dem Kongress gesagt. „Powell hat im Wesentlichen die Tür für eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte geöffnet“, sagte Analyst Chris Weston von Pepperstone.
Auch die politischen Spannungen zwischen China und den USA trübten Börsianern zufolge die Stimmung. Die US-Regierung drückt beim anvisierten Verbot der chinesischen Video-Plattform TikTok aufs Tempo.
In Tokio stützte ein schwächerer Yen die Kurse exportorientierter Unternehmen. Der Leitindex Nikkei zog um 0,5 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Hoch von 28.444 Punkten an. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,3 Prozent.