Kommentar: Immobilieneigentümer stehen vor tiefgreifender Entscheidung

Der energetische Zustand eines Gebäudes wird immer wichtiger.
Foto: dpaDie Folgen des starken Zinsanstiegs und der hohen Energiekosten schlagen immer mehr auf den Immobilienmarkt durch – mit weitreichenden Folgen für viele Immobilienbesitzer. Sowohl bei Gewerbe- als auch bei Wohnimmobilien steigt zunehmend die Gefahr von Stranded Assets, also Immobilien, die sich nicht mehr vermieten oder verkaufen lassen.
Alte Büro- und Einzelhandelsgebäude in schlechten Lagen sind schon jetzt teils nicht mehr finanzierbar, viele Eigentümer haben mit hohen Leerständen zu kämpfen. Hier braucht es unmittelbar umfangreiche Sanierungs- und Vermietungskonzepte, um die Objekte überhaupt wieder marktfähig zu machen.
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Das anstehende Verbot von Öl- und Gasheizungen erhöht auch den Druck auf Eigenheimbesitzer und Kleinvermieter, vor allem auf diejenigen, die unsanierte Altbauten oder Nachkriegsobjekte besitzen. Schon jetzt zeigen aktuelle Zahlen, dass sich solche Immobilien schwieriger und nur mit Preisabschlägen verkaufen lassen.
Selbstnutzer stehen deshalb jetzt vor einer schwierigen und weitreichenden Entscheidung: Entweder stecken sie viel Geld in eine umfassende Sanierung, um etwa den Betrieb einer Wärmepumpe wirtschaftlich zu machen, oder sie müssen sich ernsthaft mit einem Verkauf auseinandersetzen.