Wohnungsmangel: Ein Leitfaden für altersgerechte Wohnungen
München. Wer sich die Posts von sogenannten Seniorfluencern in den sozialen Medien anschaut, könnte meinen: Im Alter wird es richtig lustig. Die Senioren wirken vital, unternehmen viel. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen: Nicht nur die Zahl älterer Menschen wächst stetig, sondern auch die der Pflegebedürftigen.
Derzeit sind etwa 18 Millionen Menschen älter als 65 Jahre, bis 2050 könnten es etwa 24 Millionen sein, zeigen Prognosen des Statistischen Bundesamts. Im Idealfall bleiben Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich zuhause wohnen.
Doch dafür müssen die Voraussetzungen stimmen. „Wer barrierefrei wohnt und in seinem Quartier gut versorgt ist, bleibt länger selbstständig“, erklärt Carsten Brinkmann, Vorsitzender des Round-Table Senior Living beim Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG).
Damit dies möglichst oft der Fall ist, müssten Wohnungswirtschaft und Politik die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Das ICG hat dafür Handlungsempfehlungen im Leitfaden „Social Impact Investing – Senior Living 2030” veröffentlicht. Die Vorschläge beziehen sich nicht nur auf Barrierefreiheit und Quartiersentwicklung, sondern auch auf die Bezahlbarkeit von Seniorenwohnungen.