1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Banken + Versicherungen
  4. Versicherer
  5. Versicherer: Allianz will deutsche Lebensversicherungen behalten

VersichererAllianz will deutsche Lebensversicherungen behalten

Anders als manche Wettbewerber will der Dax-Konzern in Deutschland keine Altbestände verkaufen. Entsprechende Gerüchte werden dementiert.Christian Schnell 14.03.2023 - 14:10 Uhr Artikel anhören

Die Allianz betont nun, dass sich an der bisherigen Strategie im Lebensversicherungssektor nichts geändert habe.

Foto: AFP/Getty Images

München. Die Allianz will auch in Zukunft keine Lebensversicherungsbestände ihrer deutschen Kunden an externe Abwicklungsgesellschaften abgeben. „Ein externer Verkauf von Beständen steht seitens von Allianz Leben derzeit nicht zur Diskussion“, heißt es in einem Statement des Versicherers. Damit bestätigt der Konzern seine Strategie der vergangenen Jahre, wonach ein externer Verkauf nicht geplant ist.

Die Diskussion über eine mögliche Veräußerung war nach der Bilanzpressekonferenz des Konzerns vor rund einem Monat aufgekommen. Allianz-Chef Oliver Bäte hatte da gegenüber dem Handelsblatt gesagt: „Die Strategie eines effizienteren Kapitalmanagements in der Lebensversicherung geht weiter. Da, wo wir optimieren können, müssen wir weiter optimieren.“

Mancherorts war das als Ankündigung interpretiert worden, wonach sich nun auch die Allianz von Altbeständen trennen könnte. Im vergangenen Jahr hatten die Wettbewerber Axa und Zurich den Verkauf von Lebensversicherungspolicen angekündigt. Die bislang größte Transaktion in diesem Bereich gab es vor vier Jahren mit der Abgabe von anfangs bis zu vier Millionen Policen durch Generali.

Zu Wochenbeginn hatte sich der Bund der Versicherten (BdV) zu Branchengerüchten geäußert, wonach sich die Allianz von einem Altbestand an Lebensversicherungsverträgen trennen könnte. Die Verbraucherschützer stuften dieses Gerücht als nicht unrealistisch ein.

In der Vergangenheit gab es bereits Verkäufe von Allianz-Policen in Belgien, Großbritannien, Japan, Südkorea und Taiwan. Zudem habe es zuletzt Gerüchte über Verkäufe in Italien gegeben, hieß es beim BdV.

Kapital soll effizienter eingesetzt werden

Die Allianz betont nun, dass sich an der bisherigen Strategie im Lebensversicherungssektor nichts geändert habe. „Fakt ist, dass die Allianz weltweit kontinuierlich Maßnahmen zur Optimierung der Kapitaleffizienz evaluiert“, heißt es aktuell in einem Statement des Versicherers. Bei der Vorstellung der neuen Dreijahresstrategie Ende 2021 hatte der Konzern eine Vereinbarung für Bestände an US-Lebensversicherungen präsentiert.

Demnach wurde mit spezialisierten Rückversicherern wie Talcott Resolution und Resolution Life eine Rückversicherungsvereinbarung über ein Portfolio in Höhe von 35 Milliarden Dollar abgeschlossen. Auf diese Weise hatte die Allianz damals ein Vermögen von 3,6 Milliarden Euro freigesetzt.

Der Konzern betonte jedoch, die Policen weiter selbst zu verwalten und für Verpflichtungen gegenüber den Kunden verantwortlich zu bleiben. Damit unterscheidet sich die Lösung vom Verkauf an eine Abwicklungsgesellschaft, die dann auch für Verwaltung und Kundenkontakt zuständig ist.

Verwandte Themen
Oliver Bäte
Lebensversicherungen
Generali
Axa

Eine ähnliche Regelung wie in den USA gab es bei der Allianz zu dieser Zeit auch für einen Bestand an Altverträgen in der Schweiz. Seither wurde es ruhig um diese Lösung, obwohl der Konzern damals mitgeteilt hatte, dass es in Zukunft noch weitere Entwicklungen in diese Richtung geben könnte.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt