Infrastruktur: Ladeinfrastruktur für E-Autos: Scholz fordert Schnellladesäule an jeder Tankstelle
Bundeskanzler Olaf Scholz fordert mehr Ladesäulen in Deutschland.
Foto: IMAGO/Sylvio DittrichBerlin. Schon zu seiner Zeit als Bundesfinanzminister war Olaf Scholz (SPD) ein Freund der sogenannten Versorgungsauflage. Dass sie den Weg in die entsprechenden Berichte der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) gefunden hat, lässt sich auch auf den heutigen Kanzler zurückführen.
Jetzt macht Scholz in dieser Angelegenheit erneut Druck. Nach Informationen aus der Mineralölbranche und aus Regierungskreisen verlangt das Kanzleramt, dass bis Ende 2027 an jeder Tankstelle mindestens ein Schnellladepunkt (Leistung ab 150 Kilowatt) aufgebaut wird.
Die Regierungszentrale hat das Verkehrsministerium damit beauftragt, diese Verschärfung der Versorgungsauflage umzusetzen. Das Haus von Volker Wissing (FDP) soll in den nächsten Wochen auf alle Stakeholder zugehen, um den Konsultationsprozess zu starten.
Offiziell äußert sich das Verkehrsministerium sehr zurückhaltend: „Wir überprüfen kontinuierlich, ob die im Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung genannten Maßnahmen durch weitere ergänzt werden müssen, um den vorausschauenden, flächendeckenden, bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen Aufbau von Ladeinfrastruktur zu gewährleisten“, schreibt ein Sprecher. „In diesem Rahmen wird auch der Beitrag der Mineralölwirtschaft geprüft.“