Rohstoffe: Der Nickelmarkt kehrt langsam zur Normalität zurück
Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sorgten sich Marktteilnehmer um Lieferengpässe bei Nickel. Die Preise schossen daraufhin in die Höhe.
Foto: BloombergDüsseldorf. Die Londoner Metallbörse (LME) hat den Handel mit Nickel am Montag wieder um 1 Uhr lokaler Zeit eröffnet. Sie kehrt damit zu ihren ursprünglichen Öffnungszeiten zurück.
Gut ein Jahr lang war am wichtigsten Transaktionsplatz für den Rohstoff Nickel der Handel nur zwischen 8 und 17 Uhr möglich. Mit der Rückkehr zu 1 bis 17 Uhr passt die LME ihre Handelszeiten wieder so an, dass Nickel auch zur Hauptzeit in Asien gehandelt werden kann.
Die LME hatte den Handelszeitraum nach schweren Turbulenzen Anfang März 2022 reduziert. Drei Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und kurz nach der Einführung erster Handelssanktionen fürchteten die Märkte damals Lieferengpässe bei dem Rohstoff Nickel, der unter anderem für die Veredelung von Stahl und bei der Herstellung von Elektroauto-Batterien gebraucht wird. Russland ist einer der weltgrößten Exporteure des Metalls, das global ohnehin knapp ist. Volkswagen gehört zu den größten Nickelabnehmern.
Parallel dazu hatten mehrere Händler Short-Positionen für das Metall aufgebaut, somit auf fallende Kurse gesetzt. Das ist nicht ungewöhnlich am Metallmarkt, denn Produzenten sichern sich so gegen mögliche Wertverluste ihrer physischen Bestände ab.