Immobilienkonzern: Zehn Punkte, auf die es für die Adler Group vor dem Londoner High Court ankommt
Vor dem Londoner Gericht will die schwer angeschlagene Adler-Gruppe ihren Restrukturierungsplan durchboxen.
Foto: ReutersDüsseldorf, Berlin. Die Krise der Adler Group S. A. erreicht diese Woche einen Höhepunkt. Der Londoner High Court wird nach mehrtägigen Anhörungen entscheiden, ob Adler 940 Millionen Euro neue Schulden machen darf und mehr Freiheit bei der Rückzahlung von Anleihen über 2,7 Milliarden Euro erhält. Dazu gebe es nur eine relevante Alternative, sagte ein Richter im Vorfeld: „Diese Alternative ist die Insolvenz.“
Vor anderthalb Jahren hatte ein Shortseller mit Betrugs- und Manipulationsvorwürfen die Krise bei Adler ausgelöst. Adler bestritt die Vorwürfe, taumelte danach jedoch von einem Tiefschlag zum nächsten. Eine Untersuchung führte nicht zur vollen Entlastung, Wirtschaftsprüfer verweigerten das Testat für 2021 und legten ihr Mandat nieder. Adlers Suche nach neuen Prüfern scheiterte.
Finanziell lief es auch nicht mehr rund. Ohne Testat kann Adler sich kein frisches Geld am Kapitalmarkt leihen. Verwaltungsratschef Kirsten wollte 2022 Wohnungen für eine Milliarde Euro verkaufen, was nicht gelang. Stattdessen musste Adler mit Gläubigern über die Rettung verhandeln. Doch eine Minderheit der Gläubiger blockierte bei Abstimmungen den Plan.