Spitzentechnologie: Hochsensible Sensoren und ultraschnelle Chips: Trumpf-Tochter treibt die Quantenforschung voran
Der Politiker (2. v. l.) informierte sich zusammen mit Wirtschafts-Staatssekretär Michael Kellner (2. v. r.) bei Qant-Chef Michael Förtsch (links) und Trumpf-Aufsichtsratschef Peter Leibinger über die Technologie der Firma.
Foto: TrumpfStuttgart. Die Trumpf-Tochter Qant kommt in der Quantentechnologie voran. Das konzerneigene Start-up entwickelt Quantencomputer-Chips und hat den ersten industriereifen Quantensensor, der feinste Partikel messen kann, bereits auf den Markt gebracht. Auf der anstehenden Hannover Messe zeigt das vor fünf Jahren von Michael Förtsch gegründete Unternehmen einen handtellergroßen Magnetfeldsensor.
Diese Innovation wollte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Montag bei einem Besuch in Stuttgart schon mal anschauen. „In naher Zukunft soll der Quantensensor Prothesen über Muskelsignale an den Amputationsstellen präzise steuern“, erklärte ihm der promovierte Physiker Förtsch.
Aufwendige invasive Methoden, um an die Signale des Nervs zu kommen, braucht die neue Technologie nicht mehr. Sie wird einfach in die Prothese eingebaut. „Eines Tages werden Gedanken Maschinen steuern können“, ergänzte Trumpfs neuer Aufsichtsratschef Peter Leibinger. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sensoren seien diese so sensibel, dass sie im Prinzip auch Hirnströme messen können.
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